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Województwo ¦l±skie
Katowice, dnia 2 wrze¶nia 2010
 
 
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 WIRTSCHAFT

Auslandsinvestitionen

Die Woiwodschaft ¦l±skie ist eine Region mit hoher Anziehungskraft für Investitionen. Ausschlaggebend hierfür sind vor allem: die Lage in der Mitte Europas, das gut ausgeprägte Transport- und Fernmeldenetz, die hohe Konzentration von akademischen Zentren, das große Angebot an hochqualifizierten Arbeitskräften, der Absatzmarkt mit der Einwohnerzahl von knapp 5 Mio., große Möglichkeiten für Kooperationen und Handelsaustausch mit in der Region etablierten Unternehmen. Dies wird durch Angaben der Staatlichen Agentur für Information und Ausländische Investitionen (Państwowa Agencja Informacji i Inwestycji Zagranicznych) belegt. Den statistischen Erhebungen zur Folge entfielen 2004 auf diese Region 12,5% aller ausländischen Direktinvestitionen des Landes mit einem Investitionsvolumen über 1 Mio. USD. Damit liegt die Woiwodschaft im Vergleich mit anderen Regionen Polens an zweiter Stelle (direkt nach der Wojewodschaft Mazowieckie).

Im Grossraum befinden sich insgesamt  392 Standorte mit ausländischen Direktinvestitionen mit Investitionsvolumen  über 1 Mio. USD. Die Investoren vertreten 22 Länder  (nach Herkunftsland),  und die Investitionen befinden sich in der Trägerschaft von insgesamt 158 ausländischen Investoren. Der Zahl nach sind am stärksten Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung vertreten, ferner die  USA, Italien, Holland und Frankreich. 

Ende 2003 waren in der Region insgesamt 23 471 Kapitalgesellschaften, davon 4 105 mit ausländischer Kapitalbeteiligung eingetragen, d.h. 15,5%. Beachtenswert ist,  dass davon knapp über 68% im Bereich Handel und Instandsetzungen sowie Industrie tätig sind. 

Gesellschaften mit ausländischer Kapitalbeteiligung, gegliedert nach Geschäftsfeldern Stand  2003

GESAMT: 4105 = 100%

Es fällt auf, dass unter den Investoren sehr stark  Unternehmen aus der Automobilbranche vertreten sind, allem voran  GM OPEL sowie  FIAT AUTO POLAND. Diesen gefolgt, haben sich in der Umgebung viele Zusteller der Automobilindustrie, wie z.B. Hersteller von Kunststoffteilen oder Elektroteilen niedergelassen. 

Bedeutende Investitionen kommen ferner im Maschinen- und Anlagenbau zustande. Diese Sparte ist  u.a. vertreten durch die Unternehmen: Alstom, AEG Aktiengesellschaft, Heraeus Electo-Nite International N.V., Lucent Technologies Network Systems Netherlands B.V., NKT Cables A/S, Philips, Sylea Italia Srl., ICL, Siemens, SGL Carbon AG sowie Firmen wie: GE Power Controls Belgium BVBA, Caterpillar Inc., Sest SpA, Sutco Maschinenbau GmbH & Co KG., Timken Company.

Ein weiterer Bereich, der einer verhältnismäßig rasant Entwicklung aufweist, ist die  Produktion von Glas, Keramik sowie Baustoffen. In diesem  Geschäftsfeld sind gegenwärtig Firmen wie: Ekocem, Guardian Industries Corporation, ROCA Radiadores, Saint Gobain, Uralita oder Vitrum tätig.

Investitionen in der Region sind räumlich gesehen vor allem im Oberschlesischen Ballungsraum und darüber hinaus in den früheren Verwaltungssitzen der alten Wojewodschaften, d.h. in Bielsko-Biała und Częstochowa, angesiedelt. Diese Standortwahl ist u.a. durch die Existenz auf diesen Gebieten der Kattowitzer Sonderwirtschaftszone bedingt 

Die Kattowitzer Sonderwirtschaftszone AG (Katowicka Specjalna Strefa Ekonomiczna S.A. -  KSSE) wurde kraft der Verordnung des Ministerrates vom 18. Juni 1996 (GB Nr. 88 Pos. 397 mit Nachträgen) gegründet.
Verfolgt wurde dabei das Ziel der Förderung und Beschleunigung der Strukturwandelprozesse sowie der Schaffung neuer Arbeitsplätze im Großraum Katowice.

Die Sonderwirtschaftszone wurde für die Dauer von 20 Jahren errichtet (mit der Laufzeit bis 8. August 2016) und wird durch die Körperschaft Kattowitzer Sonderwirtschaftszone AG in Katowice („Katowicka Specjalna Strefa Ekonomiczna S.A.) verwaltet.

Die KSSE ist ein gestreute Zone und ist in vier Gebiete, die Unterzonen genannt werden, gegliedert. Es werden die folgenden Unterzonen unterschieden:

  • die Unterzone von Gliwice
  • die Unterzone von Sosonowiec und D±browa 
  • die Unterzone von Tychy  
  • die Unterzone von Jastrzębie und Żory

Die Sonderwirtschaftszone von Katowice erstreckt sich insgesamt auf  1118 ha, umfasst mehrere unterschiedliche Areale und bietet damit den Investoren die Möglichkeit der Auswahl des aus ihrer Sicht günstigsten Standortes, unter der Voraussetzung, dass das geplante Projekt ein Volumen von mindestens 40 Mio. EURO hat oder in Ergebnis der Investitionsumsetzung 500 neue Arbeitsplätze geschaffen werden (gefördert werden die s.g. Großprojekte).

Bis heute wurden in der KSSE 120 Unternehmen angeworben, davon 74 haben zwischenzeitlich ihre Geschäftsaktivitäten aufgenommen. In der Sonderwirtschaftszone wurden bereits Investitionen im Wert von über 7 Mill. PLN, getätigt, ferner wurden hier 19 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Investierenden Unternehmen kann in der KSSE bis zu 50% des  Investitionsaufwands erstattet werden, und Anspruch auf weitere 15% haben investierende KMU’s. Bei der Kattowitzer Sonderwirtschaftszone als Institution sind diejenigen Unternehmen  richtig beraten,  die öffentliche Förderung in  Form von steuerlicher Befreiung in Anspruch nehmen möchten, indem sie investieren oder neue Arbeitsplätze schaffen.

Dem EU- Beitritt Polens in 2004 wurde Rechnung getragen, indem die geltenden Investitionskonditionen der Sonderwirtschaftszonen  in Polen den in vergleichbaren Institutionen der EU  geltenden Regelungen (im Beitrittsabkommen fixiert) angeglichen wurden.

Vorteile für  in der Kattowitzer  Sonderwirtschaftszone investierenden Unternehmen:

  • die Möglichkeit der  Befreiung von der Einkommenssteuer natürlicher Personen, betrifft die monatliche Einkommenssteuererklärung PIT 5, oder von der Ertragssteuer, betrifft die  Steuererklärung  CIT,
  • Erwerb eines Investitionsgrundstücks zu günstigeren Preisen als die regulären,
  • unentgeltliche Hilfestellung bei Erledigung aller für die Investition erforderlichen Formalitäten,
  • Freistellung von der Grundsteuer abhängig von dem jeweiligen Beschluss der Gemeinde, in der die Sonderwirtschaftszone liegt.

Die einzelnen Kommunen sind bestrebt, möglichst gute Anreize  für neue Investitionsvorhaben zu schaffen.  Ein gutes Beispiel  ist  der 2005 ausgeschriebene Wettbewerb ”Top- Grundstück“    der PAIiIZ sowie der Oberhäupter der Woiwodschaften, der Marschalle, mit  dem Ziel, in jeder Woiwodschaft das attraktivste Investitionsgebiet, aufgestellt durch eine Gemeinde, auszuwählen. 

In der Woiwodschaft  ¦l±skie traten  13 Kommunen den Wettbewerb an und hatten  19 Investitionsstandorte aufgestellt. In die 2. Etappe haben sich  6 Areale aus 5 Kommunen präqualifiziert (Będzin, Lubliniec – 2 Areale, Radziechowy – Wieprz, Ruda ¦l±ska und Tworóg). Gewonnen hat  ein Standort in  Ruda ¦l±ska mit der Fläche von 13,4 ha, direkt anliegend  an die Ausfahrt der Autobahn A4.



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