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Auslandsinvestitionen
Die Woiwodschaft ¦l±skie ist eine Region mit hoher
Anziehungskraft für Investitionen. Ausschlaggebend hierfür
sind vor allem: die Lage in der Mitte Europas, das gut ausgeprägte
Transport- und Fernmeldenetz, die hohe Konzentration von akademischen
Zentren, das große Angebot an hochqualifizierten
Arbeitskräften, der Absatzmarkt mit der Einwohnerzahl von knapp 5
Mio., große Möglichkeiten für Kooperationen und
Handelsaustausch mit in der Region etablierten Unternehmen. Dies wird
durch Angaben der Staatlichen Agentur für Information und
Ausländische Investitionen (Państwowa Agencja Informacji i
Inwestycji Zagranicznych) belegt. Den statistischen Erhebungen zur
Folge entfielen 2004 auf diese Region 12,5% aller ausländischen
Direktinvestitionen des Landes mit einem Investitionsvolumen über
1 Mio. USD. Damit liegt die Woiwodschaft im Vergleich mit anderen
Regionen Polens an zweiter Stelle (direkt nach der Wojewodschaft
Mazowieckie).
Im Grossraum befinden sich insgesamt 392 Standorte mit
ausländischen Direktinvestitionen mit Investitionsvolumen
über 1 Mio. USD. Die Investoren vertreten 22 Länder
(nach Herkunftsland), und die Investitionen befinden sich in der
Trägerschaft von insgesamt 158 ausländischen Investoren. Der
Zahl nach sind am stärksten Unternehmen mit deutscher
Kapitalbeteiligung vertreten, ferner die USA, Italien, Holland
und Frankreich.
Ende 2003 waren in der Region insgesamt 23 471
Kapitalgesellschaften, davon 4 105 mit ausländischer
Kapitalbeteiligung eingetragen, d.h. 15,5%. Beachtenswert ist,
dass davon knapp über 68% im Bereich Handel und Instandsetzungen
sowie Industrie tätig sind.
Gesellschaften mit ausländischer Kapitalbeteiligung, gegliedert nach Geschäftsfeldern Stand 2003
GESAMT: 4105 = 100%
Es fällt auf, dass unter den Investoren sehr stark
Unternehmen aus der Automobilbranche vertreten sind, allem voran
GM OPEL sowie FIAT AUTO POLAND. Diesen gefolgt, haben sich in der
Umgebung viele Zusteller der Automobilindustrie, wie z.B. Hersteller
von Kunststoffteilen oder Elektroteilen niedergelassen.
Bedeutende Investitionen kommen ferner im Maschinen- und
Anlagenbau zustande. Diese Sparte ist u.a. vertreten durch die
Unternehmen: Alstom, AEG Aktiengesellschaft, Heraeus Electo-Nite
International N.V., Lucent Technologies Network Systems Netherlands
B.V., NKT Cables A/S, Philips, Sylea Italia Srl., ICL, Siemens, SGL
Carbon AG sowie Firmen wie: GE Power Controls Belgium BVBA, Caterpillar
Inc., Sest SpA, Sutco Maschinenbau GmbH & Co KG., Timken Company.
Ein weiterer Bereich, der einer
verhältnismäßig rasant Entwicklung aufweist, ist
die Produktion von Glas, Keramik sowie Baustoffen. In
diesem Geschäftsfeld sind gegenwärtig Firmen wie:
Ekocem, Guardian Industries Corporation, ROCA Radiadores, Saint Gobain,
Uralita oder Vitrum tätig.
Investitionen in der Region sind räumlich gesehen vor
allem im Oberschlesischen Ballungsraum und darüber hinaus in den
früheren Verwaltungssitzen der alten Wojewodschaften, d.h. in
Bielsko-Biała und Częstochowa, angesiedelt. Diese Standortwahl ist u.a.
durch die Existenz auf diesen Gebieten der Kattowitzer
Sonderwirtschaftszone bedingt
Die Kattowitzer Sonderwirtschaftszone AG (Katowicka Specjalna
Strefa Ekonomiczna S.A. - KSSE) wurde kraft der Verordnung des
Ministerrates vom 18. Juni 1996 (GB Nr. 88 Pos. 397 mit
Nachträgen) gegründet.
Verfolgt wurde dabei das Ziel der Förderung und Beschleunigung der
Strukturwandelprozesse sowie der Schaffung neuer Arbeitsplätze im
Großraum Katowice.
Die Sonderwirtschaftszone wurde für die Dauer von 20
Jahren errichtet (mit der Laufzeit bis 8. August 2016) und wird durch
die Körperschaft Kattowitzer Sonderwirtschaftszone AG in Katowice
(„Katowicka Specjalna Strefa Ekonomiczna S.A.) verwaltet.
Die KSSE ist ein gestreute Zone und ist in vier Gebiete, die
Unterzonen genannt werden, gegliedert. Es werden die folgenden
Unterzonen unterschieden:
- die Unterzone von Gliwice
- die Unterzone von Sosonowiec und D±browa
- die Unterzone von Tychy
- die Unterzone von Jastrzębie und Żory
Die Sonderwirtschaftszone von Katowice erstreckt sich
insgesamt auf 1118 ha, umfasst mehrere unterschiedliche Areale
und bietet damit den Investoren die Möglichkeit der Auswahl des
aus ihrer Sicht günstigsten Standortes, unter der Voraussetzung,
dass das geplante Projekt ein Volumen von mindestens 40 Mio. EURO hat
oder in Ergebnis der Investitionsumsetzung 500 neue Arbeitsplätze
geschaffen werden (gefördert werden die s.g. Großprojekte).
Bis heute wurden in der KSSE 120 Unternehmen angeworben, davon
74 haben zwischenzeitlich ihre Geschäftsaktivitäten
aufgenommen. In der Sonderwirtschaftszone wurden bereits Investitionen
im Wert von über 7 Mill. PLN, getätigt, ferner wurden hier 19
200 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Investierenden Unternehmen kann in der KSSE bis zu 50%
des Investitionsaufwands erstattet werden, und Anspruch auf
weitere 15% haben investierende KMU’s. Bei der Kattowitzer
Sonderwirtschaftszone als Institution sind diejenigen Unternehmen
richtig beraten, die öffentliche Förderung in
Form von steuerlicher Befreiung in Anspruch nehmen möchten, indem
sie investieren oder neue Arbeitsplätze schaffen.
Dem EU- Beitritt Polens in 2004 wurde Rechnung getragen, indem
die geltenden Investitionskonditionen der Sonderwirtschaftszonen
in Polen den in vergleichbaren Institutionen der EU geltenden
Regelungen (im Beitrittsabkommen fixiert) angeglichen wurden.
Vorteile für in der Kattowitzer Sonderwirtschaftszone investierenden Unternehmen:
- die Möglichkeit der Befreiung von der
Einkommenssteuer natürlicher Personen, betrifft die monatliche
Einkommenssteuererklärung PIT 5, oder von der Ertragssteuer,
betrifft die Steuererklärung CIT,
- Erwerb eines Investitionsgrundstücks zu günstigeren Preisen als die regulären,
- unentgeltliche Hilfestellung bei Erledigung aller für die Investition erforderlichen Formalitäten,
- Freistellung von der Grundsteuer abhängig von dem
jeweiligen Beschluss der Gemeinde, in der die Sonderwirtschaftszone
liegt.
Die einzelnen Kommunen sind bestrebt, möglichst gute
Anreize für neue Investitionsvorhaben zu schaffen. Ein
gutes Beispiel ist der 2005 ausgeschriebene Wettbewerb
”Top- Grundstück“ der PAIiIZ sowie
der Oberhäupter der Woiwodschaften, der Marschalle, mit dem
Ziel, in jeder Woiwodschaft das attraktivste Investitionsgebiet,
aufgestellt durch eine Gemeinde, auszuwählen.
In der Woiwodschaft ¦l±skie traten 13 Kommunen den
Wettbewerb an und hatten 19 Investitionsstandorte aufgestellt. In
die 2. Etappe haben sich 6 Areale aus 5 Kommunen
präqualifiziert (Będzin, Lubliniec – 2 Areale, Radziechowy
– Wieprz, Ruda ¦l±ska und Tworóg). Gewonnen hat ein
Standort in Ruda ¦l±ska mit der Fläche von 13,4 ha, direkt
anliegend an die Ausfahrt der Autobahn A4.
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